Stopp Discard
„Stopp Discard“ ist ein von der Europäischen Union unterstütztes Projekt zur Sammlung wissenschaftlicher Daten, welches die Einführung eines Discard-Verbots vorantreiben soll. Seit dem Start im Jahr 2008 bilden unser Kutter J. von Cölln sowie die Kuttern Victoria und Kristin, welche ebenfalls Mitglied der Erzeugergemeinschaft der Hochsee- und Kutterfischer GmbH sind, einschließlich Mannschaft, die tragende Säule dieses Projekts, bei dem jeglicher Beifang angelandet und anschließend wissenschaftlich analysiert wird. Nach derzeitig geltendem EU-Recht müssten diese Fische schlicht über Bord geworfen werden: Darunter fallen etwa Jungfische, nicht marktfähige Arten oder Fische, deren Quoten schon erfüllt sind. Die meisten der als Beifang deklarierten Fische überleben diese Praxis jedoch nicht.Die Welternährungsorganisation (FAO) schätzt den Umfang der Discards auf 20 Millionen Tonnen jährlich. Neben illegaler Fischerei und zu hoch angesetzten Fangquoten stellt die aktuelle Handhabung der Beifänge in der EU eine große Gefährdung für die Fischbestände dar. Weil diese sinnlose Vernichtung wertvoller Fische unseren festen Prinzipien der Nachhaltigkeit und Verantwortung widerstrebt, kämpfen wir, gemeinsam mit unseren Partnern, mit diesem Pilotprojekt für ein lückenloses Discard-Verbot auf den EU-Meeren.
Erste Untersuchungsergebnisse bestätigen unsere Praxis, dass man durch den Einsatz von Netzen mit größeren Maschenbreiten, Discards mit vergleichsweise geringem Aufwand erheblich reduzieren kann. Zu welchen Ergebnissen die Wissenschaftler gekommen sind, erfahren Sie hier.
