Die Scholle ist ein so genannter Plattfisch und in den Küstengewässern ganz Europas beheimatet: Ihre Verbreitung reicht vom Weißen Meer im Norden über Ost- und Nordsee bis an die portugiesische Atlantikküste.
Der Körper hat eine ovale, asymmetrische und seitlich stark abgeflachte Form, bei der die Augen nur auf einer Seite liegen. Die Augenseite passt sich durch seine gräulich-braune Färbung dem Meeresgrund an, fällt aber durch die charakteristischen rötlichen Punkte auf – die Blindseite einer Scholle ist weiß.
Der Fisch hat eine durchschnittliche Größe von 27 bis maximal 70 Zentimetern und lebt schwarmbildend. Dabei schwimmt die Scholle meist über Sand- und Schlickgrund in Tiefen von 1 bis zu 200 Metern und kann sich bei Gefahr oberflächlich in den Boden eingraben. Auf dem Speiseplan des Plattfisches stehen hauptsächlich Kleintiere. Bei der zumeist nächtlichen Nahrungssuche frisst die Scholle Borstenwürmer, Kleinkrebse, Muscheln und Schnecken.
Mit einer Quote von 350 Tonnen fängt Kutterfisch eine verhältnismäßig geringe Menge Schollen. Anders als üblich befischt Kutterfisch die Schollenbestände mit Langleinen. Als Meeresgrundbewohner werden Schollen aber häufig mit Grundschleppnetzen gefangen, die mit Rollengeschirren versehen den Untergrund schonen und durch den Abstand des Netzbalkens zum Grund auch Jungtieren eine Fluchtmöglichkeit bieten (Baumkurren-freie Schollenfischerei).
Das weiße und feste Fleisch der Scholle entwickelt einen kräftigen Geschmack und kann sowohl à la nature zubereitet, als auch mit Panade ummantelt gebraten werden.

