Der Name des Rotbarschs ist nur zur Hälfte zutreffend. Zwar zeichnet er sich tatsächlich durch eine auffällige rote Färbung aus und auch sein Fleisch mutet rötlich an, jedoch wird er nicht zu der Familie der Barsche gezählt, sondern zu den so genannten Panzerwangen. Der Rotbarsch hat eine durchschnittliche Größe von 40 Zentimetern und ein Gewicht von etwa einem Kilo - in Ausnahmefällen kann er auch bis zu einem Meter groß werden.
Den Knochenfisch zeichnet eine weitere Besonderheit aus: Er ist lebendgebärend. Die Muttertiere brüten die Eier also bereits im Leib aus bis die maximal 150.000 Larven geboren werden.
Der Fisch kommt hauptsächlich im Nordatlantik, insbesondere vor Island, vor und ernährt sich dort von Krabben, Garnelen und kleineren Fischen. Dabei ist er in Tiefen von 200 bis zu 1000 Metern anzutreffen. Der beliebte Speisefisch wird ganzjährig gefangen und ist somit in gleicher Qualität saisonunabhängig verfügbar.
Zwar besitzen die Schiffe Susanne, Iris und J. von Cölln Fangquoten für Rotbarsch in isländischen Gewässern, jedoch ist Kutterfisch vor Island seit Jahren nicht mehr aktiv. Wenn also Rotbarsch angeboten wird, dann ist er ausschließlich zugekauft und wird nach Kundenwunsch verarbeitet.
Mit nicht einmal vier Prozent Fettanteil gehört der Rotbarsch zu den fettärmeren Fischen. Sein festes und saftiges Fleisch ist dabei besonders herzhaft und kann auf verschiedene Weisen zubereitet werden.

