Als Dorsche werden die noch nicht geschlechtsreifen Kabeljaue im Nordatlantik sowie die in der Ostsee lebenden Kabeljaustämme bezeichnet. Bei Kutterfisch werden Dorsche in der Ostsee gefangen.
Zu erkennen ist der Dorsch an seiner grau bräunlichen und grünlichen Fleckenfärbung, die von einer hellen Seitenlinie von Maul bis Schwanzflosse durchzogen wird. Typisch ist auch der kräftige Kinnfaden am Unterkiefer. Ältere Fische können eine Größe von fast 1,5 Metern erreichen und über 30 Kilogramm auf die Waage bringen. In Ost- und Nordsee liegt das Gewicht meistens zwischen einem und vier Kilogramm.
Während der ersten Lebensphase hält sich der Dorsch hauptsächlich in Küstengewässern auf und frisst kleine Würmer, Krebs- und Weichtiere. Später ist er auch in größeren Tiefen, vereinzelt bis zu 400 Metern, zu finden und hält sich dort in der Regel am Grund auf. Da er sich also sowohl im Oberflächenwasser als auch am Grund zu Hause fühlt, setzen die Kutterfisch-Schiffe Antares, Westbank, Christin-Bettina und Seewolf sowohl pelagische als auch Grundschleppnetze ein.
Um Jungtiere zu schonen, sind die Maschengrößen der Netze bei Kutterfisch bis zu 25 Prozent größer als vorgeschrieben. Darüber hinaus werden sogenannte T90-Steerte eingesetzt. Diese selektieren durch stabilere Maschen zusätzlich. Dabei darf Kutterfisch laut Fangquote 2011 bis zu 4.100 Tonnen Ostseedorsch fangen.
Das helle und zarte Fleisch des Dorsch eignet sich besonders zum Dünsten oder Braten. Häufig werden sie auch mit Backteig ummantelt angeboten und zu Pommes Frites serviert – in England als das berühmte Gericht Fish and Chips bekannt.

